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Newsletter Juli 2026

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

das vergangene halbe Jahr am IHF war geprägt von neuen Forschungsprojekten und einem lebhaften Wissenstransfer in die Praxis. Im Rahmen des Projekts Wissenschaft & Verwaltung: Impulse für Innovation (WiVII), das in Kooperation mit dem Deutschen Hochschulverband (DHV) durchgeführt wird, wurden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zur Zusammenarbeit mit der Hochschulverwaltung befragt. Die Ergebnisse der Befragung sollen dazu beitragen, das Verhältnis von Wissenschaft und Hochschulverwaltung besser zu verstehen und Wege zu einer effizienteren und innovationsförderlichen Hochschulverwaltung aufzuzeigen. Eng mit dieser Thematik verknüpft ist eine neue Veranstaltungsreihe: Unter dem Titel „Führung und Governance an Universitäten“ beleuchten wir die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Verwaltung aus unterschiedlichen Perspektiven mit Vorträgen von Referentinnen und Referenten aus Forschung und Hochschulpraxis.

In den letzten Monaten erzielten Forschungsergebnisse des IHF auf nationalen und internationalen Konferenzen eine breite Sichtbarkeit. Auf dem University Future Festival, dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft sowie der Konferenz „From Lab to Launch“ stellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts aktuelle Projektergebnisse vor. Diese Transferaktivitäten stehen exemplarisch für unser Selbstverständnis als Institut, das nicht nur forscht, sondern seine Erkenntnisse gezielt in Wissenschaft, Verwaltung und Gesellschaft trägt.

Die aktuelle Ausgabe unseres Newsletters bietet Ihnen darüber hinaus weitere Einblicke in unsere Forschungsprojekte sowie in die vom IHF herausgegebene Zeitschrift „Beiträge zur Hochschulforschung“.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.

Isabell M. Welpe & Nora Berning
sowie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IHF

Veranstaltungsankündigungen – Save the date

Stakeholdertreffen des IHF am 16.10.2026

Auch in diesem Jahr wird das IHF ein Stakeholdertreffen veranstalten, um zentrale Ergebnisse aus den Projekten des IHF mit seinen Stakeholdern aus Politik, Hochschulen und Wissenschaft zu diskutieren und Impulse für laufende und zukünftige Projekte zu erhalten. Die Veranstaltung findet am 16.10.2026 von 10:00 bis 14:00 Uhr in den Räumlichkeiten des Instituts im Herzen Münchens statt.

Neue IHF Talk Series zu „Führung und Governance an Universitäten“

Im Rahmen der IHF Talk Series „Führung und Governance an Universitäten“ referieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Praktikerinnen und Praktiker aus Hochschulen zu Themen rund um Führung, Arbeit und Zusammenarbeit in Universitäten. Unsere nächsten Termine (online via Zoom):

12.10.2026, 12:00 bis 13:00 Uhr

Amt und Mensch - Persönliche Reflexionen über Führung aus Sicht eines Universitätspräsidenten

Prof. Dr. Kai Fischbach, Universität Bamberg

27.10.2026, 12:00 bis 13.00 Uhr

Erfolgsfaktoren der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Verwaltung: Ergebnisse der bundesweiten Befragung Wissenschaft & Verwaltung: Impulse für Innovation (WiVII)

Prof. Dr. Isabell M. Welpe, TU München & IHF

Wir laden herzlich zum Besuch der Vorträge ein.

Aktuelle Forschungsthemen

Befragung zur Zusammenarbeit von Wissenschaft & Verwaltung

Das IHF hat in Kooperation mit dem Deutschen Hochschulverband (DHV) eine bundesweite Befragung zur Zusammenarbeit von Wissenschaft und Verwaltung durchgeführt. Eingeladen wurden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Universitäten in Deutschland, die Mitglied im DHV sind. An der Befragung haben über 2.000 Personen teilgenommen. Professorinnen und Professoren nehmen insbesondere die Zusammenarbeit mit der Fakultätsverwaltung positiv wahr. 59 Prozent stimmen der Aussage zu, dass eine „Wir sitzen in einem Boot“-Einstellung vorherrscht. Hinsichtlich der Effizienz administrativer Abläufe sehen die Professorinnen und Professoren an vielen Stellen Ansatzpunkte zur Verbesserung. Dies betrifft u.a. Schnelligkeit der Bearbeitung, Stringenz der Abläufe  und effiziente Zusammenführung der Prozesse an den jeweiligen Schnittstellen (Lehrstuhl, Dekanat, Zentralverwaltung). Aus den offenen Fragen gehen darüber hinaus zahlreiche Impulse zur Optimierung der Prozesse hervor. Erste Ergebnisse werden im Herbst 2026 veröffentlicht.

DFG-Förderprogramm PRIME für Clinician Scientists vom IHF formativ evaluiert

Seit April 2019 hat das DFG-geförderte „Clinician Scientist Program In Vascular MEdicine“ (PRIME) der LMU dafür gesorgt, dass forschende Ärztinnen und Ärzte an der herausfordernden Schnittstelle von Forschung und Patientenversorgung unterstützende Rahmenbedingungen vorfinden, um ihre akademische Karriere in der translationalen Medizin weiterverfolgen zu wollen und zu können. Das IHF hat die formative Evaluation übernommen und in regelmäßigen Abständen Einschätzungen und Bewertungen der Geförderten anonym und vertraulich an die Programmverantwortlichen gemeldet. Wir freuen uns, dass die Daten zwecks Optimierung der Strukturen nachhaltig im „Medical & Clinician Scientist Program“ (MCSP), dem hauseigenen Förderprogramm der Medizinischen Fakultät der LMU, weiter genutzt wurden und werden.

Das Medical & Clinician Scientist Program (MCSP) der LMU präsentiert sich hier.

© LMU Klinikum

Bereit für die Arbeitswelt von morgen? Vortrag auf University Future Festival 

Auf dem diesjährigen University Future Festival, das unter dem Motto „Under Pressure“ stand, war das IHF mit Beiträgen zu den Themen „Bereit für die Arbeitswelt von morgen?“ und „Wie gelingt innovatives Lehren und Lernen?“ vertreten.

In ihrem Online-Vortrag führten Moritz Beyer und Dr. Susanne Falk einen Dialog zu der Frage, wie gut Hochschulabsolventinnen und -absolventen auf den veränderten Kompetenzbedarf der Arbeitswelt vorbereitet sind. Künstliche Intelligenz (KI) ist in der Arbeitswelt weit verbreitet, allerdings unterscheiden sich Art und Zweck der Anwendung zwischen den Fächergruppen. Im Rückblick auf das Studium wünschen sich Absolventinnen und Absolventen mehr Unterstützung bei rechtlichen und ethischen Fragen des Einsatzes von KI sowie mehr projektbezogene Anwendungen. Ein weiteres zentrales Ergebnis des Vortrags war, dass Hochschulen zwar nicht der einzige Ort sind, an dem KI-Kompetenzen erworben werden, eine gute Vorbereitung seitens der Hochschulen auf den Einsatz von KI jedoch zu einer höheren KI-Kompetenz führt.

Wie gelingt innovatives Lehren und Lernen? Vortrag auf dem University Future Festival

Die Frage, wie innovatives Lehren und Lernen gelingen kann, stand im Zentrum des Vortrags von Dr. Susanne Falk. Auf Basis von zehn Fallstudien mit international renommierten Universitäten und Experteninterviews gelangte sie zu dem Ergebnis, dass innovative Lehre Lehrstrategien umfasst, die Studierende aktivieren und ihnen Feedback geben. Darüber hinaus kann innovative Lehre durch eine Vision der Hochschule gefördert werden, die über institutionelle Strukturen (z.B. Zentren für innovative Lehre), technologische Infrastruktur (z.B. MOOC-Plattform) und professionelle Learning-Designer in die Fakultäten ausstrahlt. Anhand zahlreicher Good-Practice-Beispiele wurde gezeigt, wie Lehrveranstaltungen an Hochschulen projektbasierter, kollaborativer und interdisziplinärer gestaltet werden können.

Internationale Studierende als potenzielle Entrepreneure

Auf der Konferenz „From Lab to Launch – Unleashing Academic Startups“, die am 25. Juni 2026 auf dem TUM Campus Heilbronn stattgefunden hat, präsentierte Dr. Susanne Falk im Rahmen der Lightning Talks zum Thema „International Students as Entrepreneurs: From Campus to Startup“. Internationale Studierende sind eine zentrale Zielgruppe für Gründungen in Deutschland. Sie weisen nicht nur eine hohe Bleibeintention auf, sondern auch eine hohe Gründungsintention. 64 Prozent der internationalen Studierenden planen, nach dem Abschluss in Deutschland zu bleiben, und 49 Prozent können sich vorstellen, später in Deutschland ein Unternehmen oder Startup zu gründen. Um das Gründungspotenzial internationaler Studierender zu fördern, können eine Willkommenskultur an Hochschulen und in Behörden sowie eine bessere Entrepreneurship Education und der gezielte Ausbau unternehmerischer Kompetenzen hilfreich sein.

© IHF

Zur Situation schwerbehinderten Personals an bayerischen Hochschulen

Am 17. Juni 2026 stellte Dr. Thorsten Lenz die Ergebnisse des IHF-Forschungsberichts zur „Situation des schwerbehinderten Personals an bayerischen Hochschulen“ im Rahmen der Jahresversammlung der Hauptschwerbehindertenvertretung des StMWK vor. Die Veranstaltung fand im Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales statt. Deutlich wurde, dass sich die Situation nicht durch einzelne Ursachen erklären lässt, sondern durch ein Zusammenspiel struktureller, institutioneller und kultureller Bedingungen geprägt ist. Thematisiert wurden unter anderem die spezifische Personalstruktur im Wissenschaftsbereich, die Bedeutung von Unterstützungsstrukturen und Nachteilsausgleichen sowie Fragen der Barrierefreiheit und der Sensibilisierung für die Belange schwerbehinderter Beschäftigter.

Unterstützung im Referendariat neu gedacht

Im Rahmen des DGfE-Kongresses 2026 hielt Bianca Burkert einen Vortrag zum Thema „Zwischen Zweifeln und Dranbleiben: Soziale Netzwerke als Ressource im Referendariat“. Der Vortrag widmet sich der Frage, welche Rolle soziale Beziehungen bei Abbruchgedanken im Referendariat spielen. Auf Basis von Daten der Bayerischen Absolventenstudie (BAS) wurde untersucht, welche Personen Referendarinnen und Referendare in belastenden Situationen tatsächlich einbeziehen und welche Formen der Unterstützung sie aus ihrem sozialen Umfeld erhalten. Im Fokus steht dabei nicht nur das Mentorat, sondern das gesamte Unterstützungsnetzwerk (Schule, Peers, Freundeskreis). Der Beitrag liefert einen wichtigen Impuls für die Forschung zum Berufseinstieg von Lehrkräften und für die Gestaltung von Unterstützungsstrukturen im Referendariat über die formale Begleitung hinaus.

© IHF

FutureMINT: Wege zur Steigerung der Attraktivität von MINT-Studiengängen

Auf Einladung des Stifterverbands haben Dr. Susanne Falk und Prof. Dr. Claudia Schäfle (Bayerisches Zentrum für Innovative Lehre, BayZiel) am 18. Juni 2026 im Allianz-Forum in Berlin Ergebnisse des Policy Papers zur Steigerung der Attraktivität ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge und des Studienerfolgs an bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen vorgestellt. Mehr englischsprachige Studiengänge zur Gewinnung internationaler Studierender, mehr interdisziplinäre Studiengänge an der Schnittstelle von Technik und angrenzenden Disziplinen und eine Vernetzung mit Schulen in den Hochschulregionen können zur Attraktivität ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge beitragen. Dies wird auch an den zahlreichen Good Practices deutlich, die in der Studie vorgestellt werden.

© IHF

Veröffentlichungen

Studie zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen an Hochschulen

Eine neue IHF-Studie untersucht die besonderen Rahmenbedingungen, die die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen an Hochschulen prägen. Die von Dr. Thorsten Lenz verfasste Studie macht deutlich, dass sich die Beschäftigungssituation schwerbehinderter Menschen im Hochschulbereich nicht durch einzelne Ursachen erklären lässt. Vielmehr wirken unterschiedliche Faktoren zusammen, von der spezifischen Personalstruktur des Wissenschaftssystems über Fragen der Barrierefreiheit und Unterstützungsstrukturen bis hin zu Sensibilisierung, Offenlegung und Zugang zu Nachteilsausgleichen. Damit liefert der Bericht eine empirische Grundlage für die Weiterentwicklung inklusiver Hochschulen. Deutlich wird: Chancengleichheit für schwerbehinderte Beschäftigte erfordert nicht nur formale Regelungen, sondern verlässliche Strukturen, passgenaue Unterstützungsangebote und eine Organisationskultur, in der Inklusion aktiv mitgedacht wird.

Studie zu Führung, Kooperation und Konflikten in der Physik

Über Erkenntnisse zu Führung und Konfliktmanagement in Forschungsteams berichten Dr. Maike Reimer, Bianca Burkert, Theresa Görg und Prof. Dr. Isabell Welpe auf der Grundlage einer Befragung von über 300 research leaders aus der Physik. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e. V. (DPG) belegt die Studie: Konflikte sind normal und weit verbreitet; sie betreffen neben Autorschaft besonders häufig Mangel an Respekt, Selbstüberschätzung und unkollegiales Verhalten. Offizielle Unterstützung wird  oft nicht in Anspruch genommen und teilweise nicht als unterstützend erlebt. Ein Konflikt kann auch professionelles Verhalten fördern, z.B. wenn als Reaktion auf einen Konflikt eine klarere Kommunikation oder angemessenere Meetingstrukturen angestrebt werden.

Studie zur Steigerung der Attraktivität ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge 

Eine aktuelle Studie des IHF und des Bayerischen Zentrums für Innovative Lehre (BayZiel) fasst zentrale Ergebnisse eines Workshops zur Steigerung der Studierendenzahlen und des Studienerfolges in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen an bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften/Technischen Hochschulen zusammen, der im Juli 2025 an der Hochschule München im Auftrag des StMWK stattgefunden hat. Ausgangspunkt des Workshops waren sinkende Studienanfängerzahlen in klassischen ingenieurwissenschaftlichen Bereichen wie Maschinenbau/Verfahrenstechnik sowie Elektro- und Informationstechnik. Die von Dr. Susanne Falk, Dr. Thorsten Lenz, Prof. Dr. Thomas Blotevogel, Prof. Dr. Tom Geiß und Prof. Dr. Claudia Schäfle verfasste Studie macht deutlich: Die Hochschulen setzen bereits heute an vielen Stellen wirksame Maßnahmen ein: von Schulbesuchen, Schülerlaboren und dualen Studienangeboten über Vorkurse, Mentoring und Studienverlaufsmonitoring bis hin zu KI-gestützten Lernpfaden und innovativen Lehrformaten. Die zahlreichen Good-Practice-Beispiele zeigen auf, wie Hochschulen dabei konkret vorgehen.

Bereit für die Arbeitswelt von morgen? KI in Studium und Beruf

Wie gut Studierende auf den Einsatz von KI im Berufsleben vorbereitet sind, untersucht eine aktuelle Ausgabe von IHF kompakt von Moritz Beyer und Dr. Susanne Falk. Auf Basis der Bayerischen Absolventenstudie (BAS) zeigen die Autoren, dass der Einsatz von KI in akademischen Berufen stark an Bedeutung gewinnt: Rund die Hälfte der Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs 2022/2023 plant, KI regelmäßig im Berufsalltag einzusetzen. Besonders stark ist diese Nutzungsabsicht bei Absolventinnen und Absolventen aus MINT-Fächern, allen voran der Informatik. Gleichzeitig sind nur 14 % der Befragten aus einem der ersten Absolventenjahrgänge, die im Studium mit KI in Berührung kamen, der Auffassung, seitens der Hochschule gut oder sehr gut auf den Einsatz von KI vorbereitet worden zu sein. Entsprechend groß ist der wahrgenommene Unterstützungsbedarf: Eine Mehrheit der Absolventinnen und Absolventen wünscht sich im Studium mehr Angebote zum grundlegenden Umgang mit KI, zu praxisnahen Anwendungen sowie zu rechtlichen und ethischen Fragen.

Mentoren in der Medizin unterschätzen oftmals ihren Einfluss

Eine aktuelle Studie von Christina Elhalaby, Dr. Maike Reimer, Dr. Nurith Epstein und Louisa Martin untersucht die Bedeutung wissenschaftlicher Mentoren für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler in der Humanmedizin (Clinician Scientists). Diese bewegen sich in einem Spannungsfeld zwischen klinischer Tätigkeit und wissenschaftlicher Entwicklung, in dem Mentoring als zentraler Erfolgsfaktor gilt. Auf Basis eines Mixed-Methods-Ansatzes analysieren die Autorinnen, wie Mentoren ihre eigenen Rollen einschätzen und wie diese von Mentees tatsächlich erlebt werden. Die Ergebnisse deuten auf eine Diskrepanz zwischen Mentoren und Mentees hin: Während einige Mentorinnen und Mentoren bestimmte Rollen, etwa als Sponsor oder als psychosoziale Unterstützung, als weniger relevant bewerten, berichten Mentees, genau diese Funktionen deutlich zu erleben. Dies deutet darauf hin, dass Mentoren ihren Einfluss über die rein fachliche Begleitung hinaus häufig unterschätzen. Die Studie liefert damit wichtige Impulse für die Gestaltung von Mentoringprogrammen sowie für die Sensibilisierung von Mentoren.

© www.uniklinikum-jena.de/csp.html

Fotograf: Michael Szabò

BAS – Ein Blick hinter die Kulissen von Absolventenbefragungen

Der aktuelle Feldbericht zur Bayerischen Absolventenstudie (BAS) 2024 gibt Einblicke in die Durchführung und die Qualität der Erhebung. Befragt wurden über 31.000 Absolventinnen und Absolventen des Prüfungsjahrgangs 2022/2023, von denen rund 6.600 teilgenommen haben. Der Bericht zeigt, wie personalisierte Anschreiben durch die Hochschulleitungen, wiederholte Erinnerungen oder der Einsatz von Incentives den Rücklauf beeinflussen können. Gleichzeitig wird deutlich, dass insbesondere die Aktualität von Adressdaten eine zentrale Herausforderung darstellt. Die Ergebnisse liefern wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung von Absolventenbefragungen und Surveys im Hochschulkontext.

Quelle: generiert mit KI

MediBAS-Bericht zu Humanmedizin mit Sonderthema „Diskriminierung und sexuelle Belästigung“

Der aktuelle Bericht der fachspezifischen Teilstudie der Bayerischen Absolventenstudie MediBAS ist erschienen. Insgesamt haben 436 Absolventinnen und Absolventen der Humanmedizin von fünf bayerischen Medizinfakultäten an der Befragung teilgenommen (Rücklaufquote von 27,6 Prozent). Neben den klassischen Kernthemen widmet sich der Bericht den Erfahrungen der Absolventinnen und Absolventen mit Diskriminierung und sexueller Belästigung. Der Bericht beleuchtet dabei die konkreten Situationen, die Häufigkeit der Vorfälle sowie das jeweilige Studienumfeld. Zudem werden Funktion und Geschlecht der Personen analysiert, von denen die Übergriffe ausgingen. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Umgang mit den Vorfällen: Hierbei wird untersucht, welche Meldewege Betroffene nutzen und welche Barrieren einer offiziellen Meldung entgegenstehen.

© Kompetenznetz Medizinlehre Bayern

Beiträge zur Hochschulforschung

Beiträge zur Hochschulforschung: neue Open-Access-Plattform 

Was wir vor einem halben Jahr ankündigen durften, ist nun Realität: Die Beiträge zur Hochschulforschung sind seit Februar 2026 offiziell auf ihrer neuen Open-Access-Plattform gestartet. In Kooperation mit dem Fachinformationsdienst (FID) Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung am DIPF sowie der Universitätsbibliothek Heidelberg erscheint die Zeitschrift fortan auf der OJS-Plattform (Open Journal Systems) – mit DOIs auf Artikelebene, Listung im Directory of Open Access Journals (DOAJ) und damit deutlich gesteigerter Sichtbarkeit in der internationalen Forschungslandschaft. Den Auftakt auf der neuen Plattform macht das Themenheft 1/2026 – zu dem wir im nächsten Beitrag mehr berichten.

Erstes englischsprachiges Themenheft der Beiträge zur Hochschulforschung 

Mit der Ausgabe 1/2026 veröffentlichen die Beiträge zur Hochschulforschung erstmals ein rein englischsprachiges Themenheft: „The Future of the University: Global, Sustainable, and Inclusive. Herausgegeben von Prof. Dr. Eva Cendon (FernUniversität in Hagen), Prof. Dr. Mpine Makoe (University of South Africa – UNISA) und Irina Haury (FernUniversität in Hagen) vereint das Heft europäische, afrikanische und mittelamerikanische Perspektiven auf die Hochschulentwicklung der Zukunft. Konzeptionell orientiert es sich an der UN-Agenda 2030 mit ihren Sustainable Development Goals (SDGs) sowie der UNESCO-Initiative „Futures of Education“. Flankiert von Praxisbeiträgen aus Südafrika und Mauritius behandeln die Forschungsbeiträge unter anderem Open Science als Instrument zur schnelleren Wissensverbreitung, Nachhaltigkeitsengagement an deutschen Hochschulen und den Aufbau inklusiver Lernräume. Anlässlich des Erscheinens fand am 12. März 2026 ein internationales Webinar statt, ausgerichtet von den Gastherausgebenden gemeinsam mit der BzH-Redaktion. Die Aufzeichnung ist hier abrufbar.

Heft 2/2025 der Beiträge zur Hochschulforschung erschienen

Die Ausgabe 2/2025 der Beiträge zur Hochschulforschung behandelt ein breites Spektrum hochschulpolitischer und bildungswissenschaftlicher Fragestellungen. Drei Forschungsartikel widmen sich der Hochschulgovernance. Analysiert werden der Wandel von Leitungspersonen an deutschen Hochschulen über drei Jahrzehnte im internationalen Vergleich, die Akkreditierungserfahrungen Schweizer Fach- und Pädagogischer Hochschulen sowie die Bedingungen, unter denen Ergebnisse der Hochschulforschung erfolgreich in die Hochschulpolitik einfließen können. Weitere Beiträge richten den Blick auf die Perspektive der Studierenden. Den Abschluss bildet ein Interview mit Dr. Ellen Steffi Widera, Geschäftsführerin der Virtuellen Hochschule Bayern, über Entwicklungen, Chancen und Herausforderungen der digitalen Lehre.

Aktuelle Befragungen

Hohe Beteiligung bei der BAS 2025: Einblicke in Studium und Berufseinstieg

Über 5.000 Hochschulabsolventinnen und
-absolventen gaben Einblick in Studium und Berufseinstieg: Im Winter 2025/2026 wurde die elfte Erhebung der Bayerischen Absolventenstudie (BAS) erfolgreich durchgeführt. Zwischen Oktober 2025 und März 2026 beteiligten sich von etwa 24.000 kontaktierten Personen rund 5.300 Absolventinnen und Absolventen des Prüfungsjahrgangs 2023/2024. Die Studie liefert studiengangsspezifische Daten und ermöglicht durch ihr standardisiertes, hochschulübergreifendes Design belastbare Vergleiche. Damit schafft sie eine fundierte Grundlage für Qualitätsmanagement, Studiengangsentwicklung und Akkreditierungsprozesse an den beteiligten Hochschulen. Die Daten werden über ein Data Warehouse bereitgestellt und können dort flexibel genutzt werden. Neben übersichtlichen Visualisierungen in Form von Grafiken und Tabellen sind auch eigene Analysen möglich, etwa zur Beantwortung hochschulspezifischer Fragestellungen.

Hoher Rücklauf bei der Medizinerbefragung der BAS 2024/2025 

An der fachspezifischen Teilstudie MediBAS der Bayerischen Absolventenstudie haben sich 570 Medizinabsolventinnen und -absolventen von fünf bayerischen Medizinfakultäten beteiligt, was einer Rücklaufquote von rund 28 Prozent entspricht. Die Befragung fand im Zeitraum von Oktober 2025 bis April 2026 statt. Die Ergebnisse werden den beteiligten Hochschulen in Form von Abschlussberichten bereitgestellt. Darüber hinaus erhalten die Hochschulen, analog zum Procedere bei der BAS, Zugriff auf die Daten ihrer ehemaligen Studierenden über das Data Warehouse.

Aus dem Institutsleben

Das IHF lud ein zum Neujahrsempfang

Am 31. Januar 2026 empfing das IHF zum Neujahrsempfang in den neuen Räumlichkeiten in der Arnulfstraße in München – ein besonderer Rahmen für einen gelungenen Start ins neue Jahr! In ihrer Begrüßung betonte Prof. Dr. Isabell Welpe die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, den bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie den Forschungseinrichtungen in Bayern und über die Grenzen Bayerns hinaus. Vielen Dank an alle Teilnehmenden für den inspirierenden Austausch.

© IHF

Willkommen am IHF, Kira Knautz!


Wir freuen uns, dass Kira Knautz zum 1. März 2026 ihre Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am IHF aufgenommen hat. Sie wird das Projekt „Bayerische Absolventenstudie“ (BAS) verstärken. Kira Knautz hat Pädagogik mit Schwerpunkt Bildungsforschung und
-management (MA) an der Ludwig-Maximilians-Universität München studiert. Sie wird am IHF ihr Dissertationsvorhaben zum Thema KI an der Schnittstelle Hochschule - Arbeitsmarkt verfolgen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und wünschen ihr für die Dissertation viel Erfolg!
© privat

Aktuelle Entwicklungen aus dem Hochschulbereich

Bildungsungleichheiten im Fokus: Nationaler Bildungsbericht 2026

Der nationale Bildungsbericht ist ein indikatorengestützter Bericht, der von der frühen Bildung bis zur Weiterbildung im Erwachsenenalter reicht. Der aktuelle Bericht legt den Schwerpunkt auf das Thema „Bildungsungleichheiten nach sozialer Herkunft“. Im Hochschulkapitel wird deutlich, dass trotz der Expansion der Hochschulbildung der Übergang von der Schule in die Hochschule von der sozialen Herkunft beeinflusst wird. 78 von 100 Kindern aus Akademikerfamilien nehmen ein Studium auf, bei Kindern aus bildungsfernen Schichten sind dies nur 25 von 100 Kindern. Diese Unterschiede sind weniger das Resultat von Leistungsunterschieden, sondern beruhen auf unterschiedlichen Bildungsentscheidungen und Informationsständen. Aktuelle Entwicklungen im Hochschulbereich zeigen, dass die inländische Studiennachfrage rückläufig ist. Gleichzeitig steigen die Studienzeiten weiter an und immer weniger Studierende schließen ihr Studium innerhalb der Regelstudienzeit ab.

Neue OECD-Studie: Wie steht es um das allgemeine pädagogische Wissen von Lehrkräften?

Im April 2026 hat die OECD erstmals den „Teacher Knowledge Survey“ veröffentlicht. Untersuchungsgegenstand ist das allgemeine, nicht fachspezifische pädagogische Wissen von Lehrkräften (General Pedagogical Knowledge, GPK). Die Ergebnisse der Umfrage aus dem Jahr 2024 basieren auf den Angaben von rund 20.000 Lehrkräften aus acht Ländern. Die Ergebnisse der Untersuchung machen deutlich, dass ein Zusammenhang zwischen pädagogischer Kenntnis der Lehrkräfte und Lernerfolg (PISA) besteht. Pädagogisch kenntnisreiche Lehrkräfte gestalten ihren Unterricht adaptiver mit Blick auf unterschiedliche Lernbedürfnisse.

Neue Studie des Hochschulforums Digitalisierung zu agentischer KI 

KI-Agenten stellen eine Weiterentwicklung von Chatbots dar. Hochschulen stehen vor der Aufgabe, Entwicklungen im Bereich agentischer KI zu verstehen, einzuordnen und strategisch im Innovationsprozess zu berücksichtigen. Die Möglichkeiten und Risiken agentischer KI betreffen potenziell alle zentralen Funktions- und Entscheidungsprozesse in den Bereichen Lehre, Forschung, Transfer und Administration. Die aktuelle Publikation des Hochschulforums Digitalisierung gibt nicht nur einen Überblick über den Einsatz von agentischer KI an Hochschulen, sondern beleuchtet auch die Fragen, was auf strategische Stabsstellen zukommt, worauf Mitarbeitende in den Verwaltungen achten sollten und was diese Entwicklung für Lehre und Forschung bedeutet.

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